Enia Arlen | Ich bin die, die immer bleibt
Über Enia Arlen
Enia Arlen ist eine literarische Stimme mit klanglichem Gespür und einem feinen Sinn für Bild und Bewegung. Es entstehen musikalische Erzählungen, mal sanft und zurückhaltend, mal schnell und drängend – immer im Bewusstsein, dass auch die Stille Teil einer Partitur ist.
Im Mittelpunkt des Schreibens steht die Frage, wie aufeinanderfolgende Ereignisse ein Leben formen. Begegnungen, Zufälle und Entscheidungen verweben sich zu Linien, die erst im Rückblick sichtbar werden. Liebe spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie verändert den Blick auf die Welt, eröffnet neue Wege und hält die Erfahrung von Nähe ebenso bereit wie die von Verlust.
Die Arbeit von Enia Arlen ist zugleich von Zeitgeschichte geprägt – von Umbrüchen und der Suche nach Sinn in den Verflechtungen von Vergangenheit und Gegenwart. Stilprägend ist dabei der Wechsel von Hellem und Dunklem: zarte, poetische Passagen stehen neben einer fast körperlich-direkten Sprache, die selbst das Unaushaltbare nicht scheut. So entstehen Texte, in denen Licht und Schatten ineinanderfließen – wie das Leben selbst, getragen von Musik, durchzogen von Schmerz.
Über das Buch

Eine Liebe, die am Bodensee beginnt. Ein Lied, das sie
für immer verbindet. Aber was, wenn ein einziger Moment das
Leben in eine Katastrophe kippen lässt, die alles zu vernichten
droht?
Jana wächst in den 1980er-Jahren auf einem kleinen Apfelhof am
Bodensee auf. Geprägt von DDR-Flucht, Verlust und der
Zerrissenheit ihrer Mutter wird von ihr früh Verantwortung
erwartet – obwohl in ihr längst ein anderes Leben angelegt ist.
Als sie Nico begegnet, beginnt eine Liebesgeschichte, die für
Jana eine lebenslange Bedeutung entfaltet. Gemeinsam durchleben
sie Jahre der Trennung und Wiederbegegnung und überwinden die
Hürden beim Aufbau ihres gemeinsamen Lebens, das tief in
Süddeutschland verwurzelt, aber für immer von der Wärme
Apuliens durchdrungen ist. Doch als ein plötzlicher
Schicksalsschlag ihre Welt bis in die Grundfesten erschüttert,
gerät Janas Leben erneut aus den Fugen. Am Tiefpunkt ihres
Weges entdeckt Jana eine Kraft – und findet inmitten der
Ungewissheit eine neue Form von Nähe, Hingabe und Mut. Aus
persönlichem Leid erwächst schließlich ein Vermächtnis, das
weit über ihre eigene Geschichte hinausgeht.
„Ich bin die, die immer bleibt“ erzählt von Verlust,
Trauma, Heilung – und von einer Liebe, die uns hält, wenn das
Leben uns in die Tiefe reißen will.

